OFFKINO KLAPPE DIE ZWEITE

zum Trailer auf das Bild klicken!

BEI UNS ZUM BUNDESSTART AB 8. OKTOBER!

EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN

FRANKREICH 2020 104 Minuten

Regie: Jean-Paul Salomé

Darsteller: Isabelle Huppert, Hippolyte Girardot, Farida Ouchani, Liliane Rovére, Jade Nadja Nguyen, Rachid Guellaz, Mourad Boudaoud, Iris Bry, Rebecca Marder, Youssef Sahraoui, Kamel Guenfoud

Patience ist selbstbewusst, unabhängig und vor allem schlagfertig. Nur bei ihren Finanzen ist Luft nach oben. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und ist dafür massiv unterbezahlt. Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist. Patience entscheidet sich spontan gegen die Ehrlichkeit und sabotiert die Beschlagnahmung der Drogen. In Eigenregie fahndet sie nach dem hochwertigen Hasch – und wird fündig. Patience macht sich sofort fröhlich ans Werk und zeigt sich von ihrer besten Seite ... Fintenreich, französisch, fabelhaft: die großartige Isabelle Huppert beweist ihr riesiges Komödientalent und flunkert sich mit großer Schlagfertigkeit durch die Königsdisziplinen unter den Männerdomänen. Regisseur Jean-Paul Salomé gelingt mit EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN eine herrlich scharfsinnige und beschwingte Verwechslungskomödie auf höchstem Humor-Niveau. DAS Komödien-Must-See des Jahres!

 

zum Trailer auf das Bild klicken!

LOVE SARAH

UK/Deutschland 2020

Regie: Eliza Schroeder

Darsteller: Celia Imrie, Shannon Tarbet, Shelley Conn, Rupert Penry-Jones, Bill Paterson

98 min

 

Es war immer Sarahs Herzenswunsch gewesen, eine eigene Bäckerei im Londoner Stadtteil Notting Hill zu eröffnen. Als sie überraschend stirbt, ist ihre 19-jährige Tochter Clarissa fest entschlossen, den Traum ihrer Mutter wahr werden zu lassen. Mit Charme und Überredungskunst holt sie erst Sarahs beste Freundin und schließlich auch ihre exzentrische Großmutter Mimi mit ins Boot. Geeint durch die gemeinsame Trauer stürzen sich die drei Frauen in die abenteuerliche Welt der Konfiserie. Zwischen Cremetörtchen, Himbeer-Eclairs und Schokoladenküchlein wachsen Stück für Stück neue Liebe und Hoffnung. Mit Humor, Herz und einem bezaubernden Ensemble inszeniert die deutsche Regisseurin Eliza Schroeder in ihrer englischen Wahlheimat eine romantische Tragikomödie, die ihre Zuschauer gleichzeitig berührt und ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Zahlreiche der unwiderstehlichen kulinarischen Köstlichkeiten wurden eigens für den Film von Spitzenkoch Yotam Ottolenghi kreiert.

 

zum Trailer auf das Bild klicken!

ÜBER DIE UNENDLICHKEIT

Schweden/Norwegen/Deutschland

Regie: Roy Andersson

Darsteller: Martin Serner, Jessica Lothander, Tatjana Delauney, Anders Hellström, Jan Eje Ferling, Bent Bergius

78 Minuten

Mit seinem neuen Film fügt der vielfach ausgezeichnete Regisseur Roy Andersson seinem Werk ein neues Meisterwerk hinzu, ein filmisches Nachdenken über das menschliche Leben in all seiner Schönheit und Grausamkeit, seiner Pracht und seiner Einfachheit.

Ein unverzagter Erzähler nimmt uns an die Hand und lässt uns traumgleich umherschweifen. Scheinbar nichtige Augenblicke verdichten sich zu intensiven Zeit-Bildern und stehen auf Augenhöhe mit historischen Ereignissen: Ein Liebespaar schwebt über das vom Krieg zerfressene Köln; auf dem Weg zu einem Kindergeburtstag muss ein Vater mitten in einem Wolkenbruch seiner Tochter die Schuhe binden; junge Mädchen beginnen einen Tanz vor einem Café und eine geschlagene Armee marschiert mutlos zu einem Gefangenenlager.

ÜBER DIE UNENDLICHKEIT ist sowohl Ode als auch Klage, ein Kaleidoskop all dessen, was ewig menschlich ist, eine unendliche Geschichte über die Verletzlichkeit unserer Existenz.

Montag und Dienstag sind unsere Ruhetage!
 

Mittwoch

 30.9.

18:15

Über die Unendlichkeit

Norwegen/Schweden/Deutschland 2019

78 Minuten

20:30

Love Sarah

UK/Deutschland 2020 98 Min.

Donnerstag

 1.10.

18:15

Über die Unendlichkeit

Norwegen/Schweden/Deutschland 2019

78 Minuten

20:30

Love Sarah

UK/Deutschland 2020 98 Min.

 

Freitag

 2.10.

18:15

Love Sarah

UK/Deutschland 2020 98 Min.

20:30

Über die Unendlichkeit

Norwegen/Schweden/Deutschland 2019

78 Minuten

 

Samstag

 3.10.

18:15

Über die Unendlichkeit

Norwegen/Schweden/Deutschland 2019

78 Minuten

20:30

Love Sarah

UK/Deutschland 2020 98 Min.

 

Sonntag

 4.10.

17:45

Love Sarah

UK/Deutschland 2020 98 Min.

19:45

Über die Unendlichkeit

Norwegen/Schweden/Deutschland 2019

78 Minuten

 
Montag und Dienstag sind unsere Ruhetage!
 

Mittwoch

 7.10.

18:15

Über die Unendlichkeit

Norwegen/Schweden/Deutschland 2019

78 Minuten

20:30

Love Sarah

UK/Deutschland 2020 98 Min.

ARCHIV

zum Trailer auf das Bild klicken!

GIRAFFE

Deutschland/Dänemark 2019

Regie: Anna Sofie Hartmann

Darsteller: Lisa Loven Kongsli, Jakub Gierszał, Maren Eggert, Mariusz Feldman, Przemysław Mazurek, Janusz Chojnacki, Piotr Olszański, Andrzej Wicher,

88 Minuten

 

Ein Tunnel soll gebaut werden, um Dänemark und Deutschland zu verbinden; die Gegenwart macht sich in Richtung Zukunft auf, Veränderung liegt in der Luft. Die Ethnologin Dara dokumentiert die zum Abriss bestimmten Häuser. Der junge Pole Lucek und seine Kollegen bereiten die kommende Baustelle vor. Käthe arbeitet auf der Fähre, bringt stetig Menschen mit ihren Geschichten und Waren hin und her. Birte und Leif verlassen ihr über Generation vererbtes Haus. Agnes‘ Leben spiegelt sich in ihren Tagebucheinträgen, ihren Sammlerstücken und den Wänden ihres Hauses, das bald abgerissen wird. Ein dänischer Sommer: lange Tage werden zu blauen Nächten. Menschen begegnen sich, dann trennen sich ihre Wege wieder.

 

zum Trailer auf das Bild klicken!

 

MASTER CHENG IN POHJANJOKI

Finnland/China 2019

Regie: Mika Kaurismäki

Darsteller: Anna-Maija Tuokko, Chu Pak-hong, Kari Väänänen, Lucas Hsuan

 

Auf der Suche nach einem alten finnischen Freund reist der chinesische Koch Cheng in ein abgelegenes Dorf in Lappland. Bei der Ankunft scheint niemand im Dorf seinen Freund zu kennen, aber die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche, und bald werden die Einheimischen mit den Köstlichkeiten der chinesischen Küche überrascht. Cheng findet trotz kultureller Unterschiede schnell Anerkennung und neue Freunde unter den Finnen. Als sein Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, der ihm helfen soll zu bleiben ...

 

Mika Kaurismäki (THE GIRL KING, ZOMBIE AND THE GHOST TRAIN, MAMA AFRICA – MIRIAM MAKEBA), Weltreisender in Sachen Film, überrascht mit einer lakonisch-romantischen Komödie, deren Zutaten er fein ausbalanciert hat: Viel Humor, eine große Portion Warmherzigkeit, etwas Schwermut, romantische Sehnsucht und heiteres Sommerflair fügen sich zu einer filmkulinarischen Köstlichkeit, bei der finnisches Lokalkolorit auf chinesische Weisheit trifft. Kaurismäki zeigt uns dabei, wie er es ausdrückt, "die positiven Seiten der Globalisierung".

zum Trailer auf das Bild klicken!

DIE OBSKUREN GESCHICHTEN EINES ZUGREISENDEN

F/Spanien 2019

Regie: Aris Moreno

Darsteller: Luis Tosar, Pilar Castro, Ernesto Alterio, Quim Gutiérrez, Belén Cuesta, Macarena García, Javier Godino, Stéphanie Magnin

105 Minuten

 

Die Romanverfilmung „Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden“ war in diesem Jahr für vier Goyas nominiert, was die Klasse dieser Mixtur aus schwarzer Komödie und bizarrem Thriller zeigt. Erzählt wird die Geschichte einer Frau, die einen Doktor im Zug kennen lernt. Er beginnt, ihr eine wilde Geschichte zu erzählen, was in Rückblicken, kuriosen Wendungen und einer nicht minder ungewöhnlichen Auflösung mündet. Ein großer Film, der in seiner Erzählweise sicherlich bizarr, aber auch höchst faszinierend ist. „Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden“ ist filmische Ekstase!

zum Trailer auf das Bild klicken!

 

WIR BEIDE

Frankreich, Luxemburg, Belgien 2019

Regie: Filippo Meneghetti

Darsteller: Barbara Sukowa, Martine Chevalier

95 Minuten

 

Nach außen hin ist Nina nur die nette Nachbarin von gegenüber, aber für Madeleine ist sie die Liebe ihres Lebens. Schon seit Jahren führen die beiden eine geheime Beziehung und träumen davon, gemeinsam ein neues Leben in Rom zu beginnen. Doch Madeleine kann sich nicht überwinden, ihrer Familie die Wahrheit zu sagen. Für ihre erwachsenen Kinder ist sie die aufopferungsvolle Witwe, die ihrem Ehemann nachtrauert. So bleibt die Liebe der beiden Frauen im Verborgenen und das heimliche Schleichen über den Flur zwischen den Apartments ihr Alltag. Doch dann führt ein unerwartetes Ereignis dazu, dass die Türen geschlossen bleiben. Nina muss alles riskieren, um zu Madeleine durchzudringen.

zum Trailer auf das Bild klicken!

 

UNDINE

Deutschland 2020

Regie: Christian Petzold

Darsteller: Paula Beer, Franz Rogowski, Maryam Zaare, Anne Ratte-Polle, Jakob Matschenz, Rafael Stachowiak

92 Minuten

 

Undine lebt in Berlin. Ein kleines Appartment am Alexanderplatz, ein Honorarvertrag als Stadthistorikerin, ein modernes Großstadtleben wie auf Abruf. Als ihr Freund Johannes sie verlässt, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Zauber ist zerstört. Wenn ihre Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist.

Undine wehrt sich gegen diesen Fluch der zerstörten Liebe. Sie begegnet dem Industrietaucher Christoph und verliebt sich in ihn. Es ist eine neue, glückliche, ganz andere Liebe, voller Neugier und Vertrauen. Atemlos verfolgt Christoph ihre Vorträge über die auf den Sümpfen gebaute Stadt Berlin, mühelos begleitet Undine ihn bei seinen Tauchgängen in der versunkenen Welt eines Stausees. Doch Christoph spürt, dass sie vor etwas davonläuft. Undine muss sich dem Fluch stellen. Diese Liebe will sie nicht verlieren.

UNDINE ist Christian Petzolds faszinierende Neuinterpretation des Mythos der geheimnisvollen Wasserfrau Undine, die nur durch die Liebe eines Menschen ein irdisches Leben führen und eine Seele erlangen kann: Ein modernes Märchen in einer entzauberten Welt, die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod.

zum Trailer auf das Bild klicken!

 

NATIONALSTRASSE

Deutschland/Tschechien 2019

Regie: Štěpán Altrichter

Darsteller: Hynek Čermák, Kateřina Janečková, Jan Cina, Václav Neužil, Jiří Langmajer, Jiří Šoch

91 Minuten

 

NATIONALSTRASSE ist eine lustig-traurige Geschichte über Einen, der die heutige Zeit nicht mehr versteht. Der Film spielt in den Vororten von Prag - genauso könnte er aber auch in einem Vorort einer deutschen Stadt spielen. Und manchmal sieht man, was mit der heutigen Zeit nicht stimmt sogar besser, wenn man woanders hinschaut. Denn Vandam ist einer von den Vielen heute, die sich von der Gesellschaft abgehängt fühlen und sich deswegen eigene und nicht immer friedliche Wege suchen. Diese Entwicklung gibt es in Tschechien, in Polen, der Slowakei, Ungarn, diese Entwicklung gibt es aber auch in Deutschland.

Vandam ist nicht immer einfach, ein ambivalenter Typ. Ein Schläger. Ein Bürger, der Wut in sich hat. Gleichzeitig ein Mensch voller Leidenschaft, Suche nach Gerechtigkeit, nach Liebe. Einer, der sagt, was er meint und der sein Wort hält. Nicht gut, nicht schlecht. Tragisch. Romantisch. Traurig. Und lustig! Nicht schwarz und weiß. So wie das Leben selbst.

Nach dem gleichnamigen Roman des tschechischen Autors Jaroslav Rudiš entstand ein ironischer, manchmal schmerzhaft realistischer, sehr politischer Film mit einem grandiosen Hauptdarsteller: Hynek Čermák.

JAKOB BÖHME - LEBEN UND WERK

Polen 2016 61 Minuten

Regie: Lukasz Chwalko

 

Der erste Independent – Dokumentarfilm über Jakob Böhme (1575-1624), einen der interessantesten europäischen Denker.

Das außergewöhnliche Werk bringt den Zuschauern die wichtigsten Elemente des Denkens des großen Philosophen und Mystikers nahe und macht sie mit der damaligen Lage in der Oberlausitz bekannt.

 

VOM GIESSEN DES ZITRONENBAUMS

Frankreich/Palästina 2019 97 Minuten

Regie: Elia Suleiman

Darsteller: Elia Suleiman, Tarik Kopti, Kareem GHNEIM, George Khleifi, Ali Suliman, Fares Mugabaa, Yasmine Haj, Nael Kanj

 

Als unbeschwerter Flaneur läuft Regisseur Elia Suleimann los und erlebt eine Irrfahrt in die absurden Abgründe unserer Zeit. Kaum jemals hat sich die Erschütterung eines Beobachters so leichtfüßig in einer Komödie der Irrungen Ausdruck verschafft. Mit viel Lust an der Komik, die im Widerspruch liegt, gelingen in VOM GIESSEN DES ZITRONENBAUMS grandiose Sketche, die sich zum schrecklich schönen Panorama einer nahenden Apokalypse zusammenfügen.

PFERDE STEHLEN

N/S/DK 2019

Regie: Hans Petter Moland
Darsteller: Stellan Skarsgård, Jon Ranes, Bjørn Floberg, Tobias Santelmann, Danica Curcic, Sjur Vatne Brean, Pål Sverre Hagen, Gard B. Eidsvold

122 Minuten

 

Die Schönheit Norwegens kann manchmal schmerzen. Dabei sucht Trond nur die Einsamkeit, als er in das kleine Dorf im Wald zieht. In dieser Idylle erkennt er in seinem Nachbarn einen alten Bekannten aus Jugendtagen wieder. Plötzlich sind da all diese Erinnerungen an jenen Nachkriegssommer, als Trond 15 Jahre alt war und mit seinem Vater mehrere Wochen beim Holzfällen im Wald verbrachte. Ein Sommer, in dem er mit einem Freund Pferde stahl und die Liebe entdeckte. Der Sommer, in dem auch ein Kind starb, der Freund verschwand und Geheimnisse seines Vaters ans Licht kamen. Und der Sommer, in dem er seinen Vater das letzte Mal sehen sollte. "Erinnerungen, die das Bewusstsein fluten und den Schmerz bringen – doch als wie stark dieser empfunden wird, entscheidet man selbst."

Das ist einer der schönsten und seltsamsten Sätze in Per Pettersons Roman "Pferde stehlen", der in 50 Sprachen millionenfach verkauft wurde.

 

SYSTEMSPRENGER

Deutschland 2019
Regie: Nora Fingscheidt
Darsteller: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister, Gabriela Maria Schmeide, Melanie Straub

119 Minuten

 

 

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.

Ein besonderer, überaus sehenswerter und berührender Film, der für den OSCAR und, aktuell, für den Europäischen Filmpreis nominiert ist!!

ALS ICH MAL GROSS WAR

D 2019

Regie: Lilly Engel, Philipp Fleischmann

Darsteller: Constantin von Jascheroff, Isabell Polak, Sebastian Schwarz
82 Minuten

 

Können Sie sich noch daran erinnern, wie es war, als Sie ein Kind waren? Als das ganze Leben noch vor einem lag, aufregend, verheißungsvoll, voller Abenteuer und Träume... Was wird eigentlich aus diesen Träumen, wohin verschwinden sie beim Erwachsenwerden? Das sind die Fragen, die ALS ICH MAL GROSS WAR stellt. Und mit Humor, Herz und Poesie beantwortet.
 
Fünf Jahre haben die Filmemacher Lilly Engel und Philipp Fleischmann die drei Kinder Lucas, Marius und Renée dokumentarisch begleitet. Der Zuschauer kann sie auf dem Weg vom Kind zum Teenager erleben – und gleichzeitig die Veränderungen ihrer Träume. Für die Alter Egos der Kinder in der Zukunft konnte mit Isabell Polak („Vaterfreuden“), Constantin von Jascheroff („Picco“) und Sebastian Schwarz („Ballon“) ein prominenter Hauptcast gewonnen werden.
 
ALS ICH MAL GROSS WAR ist eine so noch nie gesehene Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm, ein kindlicher Blick in die Zukunft und ein erwachsener Blick zurück in die eigene Vergangenheit. Eine berührende und humorvolle Geschichte, die von großer Freundschaft erzählt, vom Erwachsenwerden, und die uns mit Leichtigkeit und Witz zum Lachen und Nachdenken bringt.  

 

M.C. ESCHER - Reise in die Unendlichkeit

NL 2018

Regie: Robin Lutz

Darsteller: Matthias Brandt (Stimme/Erzähler), Graham Nash, George Escher, Jan Escher
80 Minuten

Deutsche Fassung!

Treppen, die gleichzeitig aufsteigen und hinabgehen, um sich in einem Kreis zu verbinden. Figuren, die sich in 2D-Schablonen verwandeln, um wieder plastisch zu werden. Paradoxe Landschaften und surreale Stadtszenen. Metamorphosen, in denen sich Vögel zu Fischen und wieder zu Vögeln transformieren – M. C. Eschers Werk fasziniert Millionen von Fans. Der niederländische Grafiker (1898-1972) inspiriert auch heute noch Filmemacher, Maler und Musiker gleichermaßen. Escher ist en vogue, eine Ikone der Kunstwelt.
Die ihm gewidmete Dokumentation M.C. ESCHER – REISE IN DIE UNENDLICHKEIT lässt ihn anhand von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Notizen und Vorträgen selbst zu Wort kommen. Ein faszinierendes Erlebnis und ein Einblick in das Schaffen eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
In der deutschen Fassung leiht Matthias Brandt Escher seine unverwechselbare Stimme
.

ARCHIV

MORGENRÖTE IM AUFGANG -

HOMMAGE Á JACOB BÖHME

Deutschland 2015
von
Max Hopp, Ronald Steckel, Klaus Weingarten

81 Minuten

 

Kaum eine Figur steht so singulär zwischen den Epochen wie der große »Ungleichzeitige« Jacob Böhme (1575-1624). Während Galilei, Francis Bacon und Descartes die modernen Naturwissenschaften und den Rationalismus begründeten, schuf der Schuhmacher aus Görlitz trotz Schreibverbot und Verfolgung als Ketzer die bedeutendsten Schriften der deutschen Mystik. Seine visionäre christliche Theosophie beeinflusste die Philosophen des Deutschen Idealismus sowie Romantiker wie Novalis und fasziniert bis heute.

Hermann Hesse schrieb über Böhme, die Lektüre seiner Texte erfordere »ein vorübergehendes Leerwerden , eine völlig freie Aufmerksamkeit und Seelenstille«. Der Aufgabe, diese Haltung zu erzeugen, stellt sich das Team um Ronald Steckel in diesem einzigartigen Film, in dem die Ideen und die bildgewaltige Sprache des »ersten deutschen Philosophen« (Hegel) die Hauptrolle spielen.

Ein Filmereignis!

DIE EINZELTEILE DER LIEBE

Deutschland 2019
Regie: Miriam Bliese
Darsteller: Birte Schöik, Ole Lagerpusch, Justus Fischer, Falk Rockstroh
97 Minuten

 

Sophie und Georg lernen sich kennen und lieben, als Sophie hochschwanger von ihrem letzten Freund sitzengelassen wurde. Georg wird für den neugeborenen Jakob wie selbstverständlich
zum Vater. Die zusammengesetzte Familie hat mit den üblichen Problemen moderner Eltern zu kämpfen: Wer darf arbeiten, wer kümmert sich ums Kind? Wie viel Freiheit darf noch sein, wie viel
Selbstaufgabe muss sein? Und wo bleibt bei alledem die Leidenschaft? Ein paar Jahre später sind sie getrennt ...

 

In einzelnen Momentaufnahmen zeichnet der Film das überzeugende Porträt einer heutigen Familie.
Eine ernsthafte Trennungskomödie mit Gesangseinlagen.

DER GLANZ DER UNSICHTBAREN

F 2019
Regie: Louis-Julien Petit

Darsteller: Audrey Lamy, Corinne Masiero, Noémie Lvovsky, Déborah Lukumuena, Adolpha van Meerhaeghe
102 Minuten
Eine Komödie über obdachlose Frauen im wirtschaftlich angeschlagenen Nordfrankreich – das klingt nicht nach einem Kassenschlager. Aber mit seinem mitreißenden Ensemble aus renommierten Profischauspielerinnen und wirklichen Frauen von der Straße ist „Der Glanz der Unsichtbaren“ glänzende, einfühlsame Unterhaltung mit unvergesslichen Protagonistinnen, die klammheimlich und geschickt die Grenzen des System austesten.

Man ist glücklich, Zeit mit diesen bemerkenswerten Frauen verbringen zu dürfen, mit ihrem Mut und dem strahlenden Humor, den sie sich trotz allem bewahrt haben. „Der Glanz der Unsichtbaren“ ist eine Ode an die Freundschaft und die Solidarität als wirksames Mittel gegen die Verzweiflung.

Werden diese Frauen Sie zum Lachen bringen?

Die Antwort heißt:  Ja, und nicht zu knapp.

MEIN LEBEN MIT AMANDA

Frankreich 2019
Regie: Mikhael Hers
Darsteller: Vincent Lacoste, Isaure Multrier, Stacy Martin, Ophelia Kolb, Marianne Basler, Greta Scacchi
107 Minuten

 

Sommer in Paris. David, 24 Jahre alt, führt ein unbekümmertes Single-Leben, das er sich mit verschiedenen Jobs finanziert. Gelegentlich schaut er auf einen Sprung bei seiner Schwester und ihrer kleinen Tochter Amanda vorbei. Und da ist noch seine neue Nachbarin Léna, in die er sich verlieben könnte. Doch von einem auf den anderen Tag findet die sommerliche Unbeschwertheit ein Ende. David ist gezwungen, eine große Entscheidung zu treffen und eine noch größere Verantwortung zu übernehmen. Für sein Leben und das seiner siebenjährigen Nichte Amanda. Und die clevere Kleine hat so ihre eigenen Vorstellungen, wie das aussehen soll.

MEIN LEBEN MIT AMANDA erzählt wunderbar feinfühlig und berührend vom Zueinanderfinden zweier Menschen, die ungleicher nicht sein könnten. Vor allem die schauspielerische Leistung von Vincent Lacoste, einem der Shooting-Stars des jungen französischen Kinos als David, und der jungen Isaure Multrier als Amanda treffen mitten ins Herz des Zuschauers. Ein kleines Filmjuwel!

IDIOTEN DER FAMILIE

Deutschland 2019
Regie: Michael Klier
Darsteller: Lilith Stangenberg, Jördis Triebel, Hanno Koffler, Florian Stetter, Kai Scheve
102 Minuten

 

Heli (Jördis Triebel) will ein neues Leben beginnen. Sie ist Künstlerin, hat sich die letzten Jahre aber mehr um ihre kleine Schwester Ginnie (Lilith Stangenberg) gekümmert, die geistig behindert ist. Jetzt soll Ginnie in ein Heim und ihre drei egozentrischen Brüder Bruno (Florian Stetter), Tommie (Hanno Koffler) und Frederik (Kai Scheve), die Heli nie eine Hilfe waren, sind damit einverstanden. Bevor Ginnie ins Heim gebracht wird, kommen die Brüder noch einmal zu Besuch, um im idyllischen Häuschen am Rande Berlins Zeit mit ihrer kleinen Schwester zu verbringen, der auf den ersten Blick ihre geistige Behinderung nicht anzusehen ist. Sie erleben das „Nesthäkchen“ als unberechenbares „Biest“ und kommen sich in dem Durcheinander näher als erwartet. 

Wie ein Kammerspiel wirkt das Familiendrama, das vor allem durch seine herausragenden Darsteller überzeugt.

PORTUGAL - DER WANDERFILM

Deutschland 2018

Regie: Silke Schranz & Christian Wüstenberg

100 Minuten

 

Sehr gerne erinnern wir uns an den wunderschönen Abend mit Silke und Christian, die während der Kinotour zu ihrem  AUSTRALIEN-      Film auch bei uns in der KLAPPE waren!

 

Eigentlich wollten die Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg nur den Wanderweg Rota Vicentina laufen, aber aus geplanten einhundert Kilometern wurden am Ende eintausend. Die wunderschöne Landschaft, die unbändige Natur und die tosenden Wellen an der portugiesischen Küste haben die beiden Filmemacher absolut in ihren Bann gezogen. So sehr, dass aus der Wanderung jetzt ein Kinofilm entstanden ist.

In ihrem Lieblingsland Portugal haben Silke Schranz und Christian Wüstenberg schon so ziemlich jede Ecke bereist. Oft sind sie zu wunderschönen Stränden gefahren, sind am Wasser entlanggelaufen und fanden es so schade, irgendwann umdrehen zu müssen. Zurück zum Mietwagen! Ihre Sehnsucht, einfach weiterzulaufen, zu erfahren, was sie hinter der nächsten Kurve, dem nächsten Felsen erwartet, wurde so groß, dass sie es eines Tages einfach gemacht haben.
Auf dem Rücken nur knapp 5 Kilo Gepäck und in der Hand immer die Kameras, denn die Filmemacher wollten ihre Wanderung mit den vielen Herausforderungen, die sie zu meistern hatten dokumentieren: Was, wenn der Weg plötzlich zu Ende ist, weil Felsen mitsamt Pfad ins Meer gestürzt sind? Oder wenn Flüsse ihren Weg kreuzen, wenn die Blasen an den Füßen höllisch schmerzen oder wenn es dunkel wird und sie immer noch keine Unterkunft gefunden haben. Ihre Wanderung führt sie dabei entlang der Küste von der Algarve über Lissabon bis hoch in den Norden nach Porto.

CLEO

Deutschland 2019 110 Min.

Regie: Erik Schmitt

Darsteller:  Marlen Lohse, Jeremy Mockridge, Fabian Busch, Heiko Pinkowski, Andrea Sawatzki, Max Mauff, Peter Meinhardt, Jean Pütz, Regine Zimmermann, Ben Münchow, Max Befort

Ein ganz besonderer Film - der Debütfilm des Regisseurs - verspielt und voller Originalität.  Erzählt wird eine Liebesgeschichte, in der die Gegenwart Berlins mit ihrer mystischen Vergangenheit vermischt wird. Visuell bezaubernd!

COLD WAR - DER BREITENGRAD DER LIEBE

Polen, Großbritannien, Frankreich 2018

Regie: Paweł Pawlikowski

Darsteller: Joanna Kulig, Tomasz Kot, Borys Szyc, Agata Kulesza, Cédric Kahn, Jeanne Balibar

89 Minuten

 

Nach seinem Erfolg bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes Anfang des Jahres (Preis für die Beste Regie) wird COLD WAR - DER BREITENGRAD DER LIEBE nun nicht nur zum besten Film des Jahres beim Europäischen Filmpreis gekürt, sondern gewann gleich in vier weiteren Kategorien, darunter Beste Regie für Paweł Pawlikowski, Bestes Drehbuch, Bester Schnitt sowie Beste Darstellerin für die atemberaubende Joanna Kulig. Der Europäische Filmpreis wurde am 15. 12. 18 in Sevilla verliehen.

 

 

COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE erzählt die furiose Liebesgeschichte der Sängerin Zula und des Komponisten Wiktor, die sich während ihrer Arbeit in einem traditionellen Tanz- und Musik-Ensemble ineinander verlieben. Paweł Pawlikowski gelingt in seinem herausragenden Meisterwerk ein erstaunlich intensives Porträt eines Paares, dessen stürmische Liebe vor dem Hintergrund des Kalten Krieges zwischen Leidenschaft und Exil fast zu zerreißen droht. Inszeniert mit magischen Bildern und einzigartigen Melodien sprengt COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE mit seiner unvergesslich emotionalen Wucht beinahe die Kinoleinwand.

 

ANOTHER DAY OF LIFE

PL, ESP, D, Belgien, Ungarn 2018

Regie: Raul de la Fuente, Damian Nenow

Darsteller: Miroslaw Haniszewski, Vergil J. Smith, Tomasz Zietek
85 Minuten

 

Warschau, 1975. Ryszard Kapuściński (43) ist ein brillanter Journalist und ein Idealist. In der polnischen Presseagentur überzeugt er seinen Chef, ihn nach Angola zu schicken, wo am Vorabend der Unabhängigkeit des Landes ein blutiger Bürgerkrieg tobt. Vor Ort erlebt er die schmutzige Realität des Krieges und entdeckt eine ihm bisher unbekannte Hilflosigkeit. Seine Reise führt ihn mitten hinein in einen Ort der Verlorenheit. Angola wird ihn für immer verändern: Als Reporter verließ er Polen, als Schriftsteller kehrt er zurück.

ANOTHER DAY OF LIFE ist die packende Geschichte einer dreimonatigen Reise des berühmten polnischen Reporters Ryszard Kapuściński durch das kriegszerstörte Angola. Der Film basiert lose auf Motiven des Romans „Another Day of Life“ (Wieder ein Tag Leben), in dem Kapuściński mit seismografischer Sensibilität und detailgenauem Blick seine Erfahrungen während des Bürgerkriegs verarbeitet hat. In ANOTHER DAY OF LIFE verweben die Regisseure Raúl de la Fuente und Damian Nenow geschickt Animation mit dokumentarischen Bildern. Ausgezeichnet mit dem Europäischen Filmpreis für den besten animierten Film 2018!

WOMIT HABEN WIR DAS VERDIENT

Österreich 2018

92 Min.

Regie: Eva Spreitzhofer

Darsteller: Caroline Peters, Chantal Zitzenbacher, Simon Schwarz, Marcel Mohab, Hilde Dalib, Pia Hierzegger

 

In dieser sehr aktuellen Komödie werden Wanda, eine verständnisvolle, linksliberale Mutter, und ihr ebenso toleranter Ex-Mann Harald (Simon Schwarz) vor eine sehr überraschende Probe gestellt. Eines Tages tritt ihre heftig pubertierende Tochter Nina (Chantal Zitzenbacher) zum Islam über, was angeblich online ganz einfach geht. Fatima, wie sie sich jetzt nennt, nimmt wie viele Konvertiten alles besonders ernst und fordert Respekt von der verwirrten Familie ein. Mit sehr komischer Verzweiflung spielt Caroline Peters diese Mutter, die alles richtig machen will, aber auch ihre feministischen Grundüberzeugungen zu Bruch gehen sieht. Geholfen wird ihr ausgerechnet von ihrer muslimischen Freundin Hanife, der dieser Wandel viel zu krass und konservativ ist.
Diese tolle Komödie von Eva Spreitzhofer geht wirklich lustig und unverkrampft mit dem Clash der Kulturen um, stellt aber auch ernsthaft die berechtigte Frage, wie tragfähig liberale Überzeugungen sind, wenn sie im eigenen Wohnzimmer tatsächlich gebraucht werden. 

 

 

 

VOM LOKFÜHRER,  DER DIE LIEBE SUCHTE ...

Deutschland 2019

Regie: Veit Helmer

Darsteller: Miki Manojlović, Denis Lavant, Chulpan Khamatova, Ismail Quluzade, Maia Morgenstern, Paz Vega, Frankie Wallach, Boriana Manoilova
90 Minuten

 

Ein Güterzug rollt durch eine weite Graslandschaft, die sich vor den kaukasischen Bergen entlangzieht. Am Steuer: Nurlan, der Lokführer. Tagein, tagaus lenkt er seinen Zug durch einen dicht besiedelten Vorort Bakus, in dem die Schienen so dicht an die Häuser grenzen, dass Nurlan quasi durch die Vorzimmer und Gärten der Bewohner fährt. Auf seinem täglichen Weg passiert er teetrinkende Männer ebenso wie Frauen, die ihre Wäsche in den sanften Wind hängen. Sobald sich der Zug nähert, bläst der kleine Waisenjunge Aziz in eine Pfeife und die Bewohner des Vorortes bringen sich und ihre Habseligkeiten schnell in Sicherheit. Doch das gelingt nicht immer. Nurlan hat schon so einiges von seiner Lokomotive gepflückt: Hühnerfedern, Spielzeugbälle oder auch Bettbezüge. Am letzten Arbeitstag vor der Pensionierung verheddert sich ein besonderes Abschiedsgeschenk an Nurlans Lok: ein traumhaft schöner, blauer Spitzen-BH ... 

Eine mit viel Feingefühl und unbeschwert erzählte Geschichte von der Suche nach Liebe. Erneut zieht es Regisseur Veit Helmer in die Berglandschaft Aserbaidschans. In seiner meisterhaft phantasievollen Bildsprache wird er seinem Ruf als moderner Märchenerzähler gerecht und inszeniert die Geschichte VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... als atmosphärische Komödie, die ganz ohne Dialoge auskommt und uns gerade dadurch in ihren Bann zieht.

ACHTUNG DIE ROBOTER KOMMEN!

 

Hi, Ai 

Liebesgeschichten aus der Zukunft

Doku
Deutschland 2019
Regie und Buch: Isa Willinger
90 Minuten

 

Ab 7. März hier bei uns im Kino!

 

 

Roboter sind die neuen Lebewesen auf unserem Planeten. Sie sind an der Rezeption tätig, in Shopping Malls oder als Köche.

Und sie führen bereits Beziehungen mit Menschen.
„Bei einer K.I. musst du deine Sätze knapp und pointiert halten“, gibt der Roboterentwickler Matt seinem Kunden Chuck mit auf den Weg, als dieser seine neue Roboter-Partnerin Harmony in der Fabrik abholt und die beiden zu einem Road Trip durch die USA aufbrechen. Der Sex-Roboter Harmony, so stellt sich auf den zweiten Blick heraus, mag Bücher und kann aus dem Stegreif Ray Kurzweil zitieren.
Am anderen Ende der Welt, in Tokio, bekommt Oma Sakurai von ihrem Sohn den niedlichen Roboter Pepper geschenkt. „Damit ich nicht verkalke“, sagt die alte Dame selbstironisch. Doch Pepper entpuppt sich als Lausbube, den Omas Gesprächsthemen wenig interessieren. Lieber flirtet er mit der Schwiegertochter.

Erfrischend originelle, charmante Doku, ausgezeichnet als beste Doku mit dem Max-Ophüls-Preis.

GEGEN DEN STROM

Island/Frankreich/Ukraine 2018

100 Minuten

Regie: Benedikt Erlingsson

Darsteller: Halldóra Geirharðsdóttir, Jóhann Sigurðarson, Davíð Þór Jónsson, Charlotte Bøving, Hilmir Snær Guðnason

 

 

 

Halla ist fünfzig und eine unabhängige Frau. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin. Bekannt unter dem Decknamen „Die Frau der Berge“ führt sie heimlich einen Ein-Frau-Krieg gegen die lokale Aluminiumindustrie. Mit ihren riskanten Aktionen gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem internationalen Investor zu stoppen. Doch dann bringt die Bewilligung eines fast schon in Vergessenheit geratenen Adoptionsantrags Hallas gradlinige Pläne aus dem Takt. Entschlossen plant sie ihre letzte und kühnste Aktion als Retterin des isländischen Hochlands.

Regisseur Benedikt Erlingsson ist eine schräge, witzige und tiefgründige Öko-Komödie gelungen, mediterrane Poesie trifft auf den Charme selbstgestrickter Islandpullover!

 

 

DIE ERBINNEN

Paraguay, Uruguay/Deutschland, Brasilien, Norwegen, Frankreich 2018

95 Minuten

Regie: Marcelo Martinessi

Darsteller: Ana Brun, Margarita Irun, Ana Ivanowa, Nilda Gonzalez u. a.

Sie leben schon seit Jahrzehnten zusammen, Chiquita und Chela, zwei reife Damen, die sich in der Routine ihres Alltags eingerichtet haben. Sie leben von einem Erbe, das allerdings rasant dahinschwindet. Als Chiquita wegen Betrugs für einige Zeit ins Gefängnis muss, wo sie in der ungewohnten Umgebung viele neue Freundinnen findet, beginnt Chela, reiche Frauen zu chauffieren, ohne Führerschein übrigens.

Ana Brun (Silberner Bär der Berlinale!) und Margarita Irún spielen mit Hingabe und zugleich ganz sparsam und uneitel diese beiden Frauen. Allein die Verwandlung ihres Hauses zu beobachten, lohnt den Besuch dieses sorgsamen, stimmigen und klug gebauten Films aus Paraguay.

Aus der vollgestellten, düster überladenen Behausung verschwindet Stück für Stück der Wohlstand, aber mit jedem in der Not verkauften Objekt wird es luftiger und heller - ein schönes Symbol für die Krise, die auch den beiden Frauen ungeahnte neue Perspektiven schenkt.  

 

THE CAKEMAKER - ISR/DE 2017, 104 min.

seit 1. 11. bei uns im Kino

 

Thomas, ein Konditor aus Berlin, hat eine Affäre mit Oren, einem verheirateten Mann aus Israel. Das Verhältnis endet jäh, als Oren tödlich verunglückt. Tief bestürzt reist Thomas nach Israel zu Orens Frau Anat und dem gemeinsamen Sohn und gewinnt nach und nach ihr Vertrauen. Schließlich steigt er in das koschere Café der Familie ein und hat mit seinen deutschen Kuchen großen Erfolg. Doch je tiefer Thomas in Orens ehemaliges Leben eintaucht, desto größer wird die Lüge, die zwischen ihm und Anat steht. The Cakemaker ist ein stiller, sensibler Film über eine deutsch-israelische Liebe jenseits der Geschlechtergrenzen.

AUGENBLICKE - GESICHTER EINER REISE

FRANKREICH 2017

Regie: JR, Agnès Varda

Filmlänge: 97 Min.

 

 

Die 89-jährige Regie-Ikone Agnès Varda und der 33-jährige Streetart-Künstler JR machen sich mit ihrem einzigartigen Fotomobil auf, um Frankreichs Menschen und ihre Geschichten zu entdecken und zu verewigen: in überlebensgroßen Porträts an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern. Von der Provence bis zur Normandie widmen sie ihre Kunst den Menschen – sei es dem Briefträger, dem Fabrikarbeiter oder der letzten Bewohnerin eines Straßenzugs im ehemaligen Bergbaugebiet. Landschaften verwandeln sich in Bühnen, Gesichter erzählen von vergessenen Geschichten und aus Blicken werden Begegnungen von Herzlichkeit und Humor.

 

AUGENBLICKE: GESICHTER EINER REISE ist ein filmischer Glücksfall, der mit einer besonderen Leichtigkeit die berührenden Begegnungen einer Reise festhält – genau wie die unwahrscheinliche und zarte Freundschaft, die zwischen den beiden Künstlern entsteht. Der Film hat 2018 eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm erhalten.

Ein wunderschöner Film voller Poesie!

 

BONJOUR PARIS

FRANKREICH 2017

Regie: Léonor Serraille

Darsteller: Laetitia Dosch, Souleymane Seye Ndaye, Grégoire Monsaingeon
Filmlänge: 97 Min.

OmU

Als die impulsive Paula in Paris bei ihrem Freund rausfliegt, ergattert sie eine Stelle als Kindermädchen und kann in einer kleinen Kammer in der Wohnung der Familie unterkommen. Nebenbei arbeitet sie als Verkäuferin für Unterwäsche in einem Kaufhaus und versucht so, ihr aus dem Ruder gelaufenes persönliches Chaos wieder in den Griff zu bekommen ... In ihrem Debütfilm schildert die Regisseurin das ungezügelte und unbändige Leben einer jungen Frau, deren Energie man sein einfach nicht entziehen kann (obwohl Paula einem mit ihren Ausbrüchen zwischenzeitlich auch mal gehörig an den Nerven zerrt). Ein tragikomisches Drama völlig ohne Filter - mit einer umwerfenden Hauptdarstellerin!

Beim Filmfestival in Cannes gab es dafür zu Recht die Caméra d’Or für den stärksten Debütfilm.

DIE ANFÄNGERIN

Deutschland 2017

Regie: Alexandra Sell
Darsteller: Ulrike Krumbiegel, Annekathrin Bürger, Rainer Bock, Christine Stüber-Errath

98 Minuten

Von einem späten Neuanfang handelt der Debütfilm von Alexandra Sell, eine kleine, leise und sehr menschliche Komödie.

Ihre verbitterte Heldin, die Ärztin Annebärbel (herrlich in ihrer abgebrühten Unfreundlichkeit: Ulrike Krumbiegel) - vom Mann verlassen, von der Mutter (DEFA-Star Annekatrin Bürger) gegängelt. Die fast 60-Jährige entschließt sich zu einem überraschenden Schritt. Während sie ihre unbeholfenen Bahnen über das Eis zieht, schmilzt die Kälte in ihrem Herzen dahin.

„Die Anfängerin“ meint also nicht nur den sportlichen Neubeginn, sondern berichtet mit ansteckender Sympathie vom Start in ein neues, freundlicheres Leben, für den es hoffentlich nie zu spät ist.

 

 

 

 

 

TRANSIT

DEUTSCHLAND 2017

Regie: Christian Petzold

Darsteller: Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese, Lilien Batman, Maryam Zaree, Barbara Auer, Matthias Brandt, Sebastian Hülk, Emilie de Preissac
Filmlänge: 101 Min.

TRANSIT basiert auf dem 1942 in Marseille entstandenen gleichnamigen Roman von Anna Seghers. In einer atemberaubenden, fast schwebenden Begegnung des historischen Stoffs mit der Gegenwart des heutigen Marseille erzählt Christian Petzold die Geschichte einer großen, fast unmöglichen Liebe zwischen Flucht, Exil und der Sehnsucht nach einem Ort, der ein Zuhause ist.

 

DIE SPUR

Polen/Deutschland/Tschechische Republik/Schweden/Slowakische Republik 2017

Regie: Agnieszka Holland

Darsteller:  Agnieszka Mandat-Grabka, Wiktor Zborowski, Miroslav Krobot, Jakub Gierszal, Patricia Volny, Borys Szyc
Filmlänge: 128 Min.

Omu

Die schrullige Einzelgängerin Janina Duszejko, pensionierte Ingenieurin und Aushilfslehrerin für Englisch lebt mit ihren zwei Hunden zurückgezogen in einem Haus im Wald und hat Leidenschaften: Astrologie und die Tiere in ihrem Wald, mit denen sie in perfekter Harmonie leben könnte, wenn ihr Tal nicht ein begehrtes Jagdrevier wäre. Ein spannender feministischer Film gegen das Töten von Tieren aus Sportsgeist und als Männlichkeitsritual. Nach ihrem Ausflug in die Welt der Serien meldet sich Agnieszka Holland mit einem subversiven Krimi auf der großen Leinwand zurück. Die Spur spielt in einer Landschaft mit wechselnden Jahreszeiten, deren wilde Schönheit jedoch nicht über Korruption, Grausamkeit und Dummheit ihrer Bewohner hinwegtäuscht. Fest verwurzelt in der Realität der polnischen Provinz, ist der Film so anarchistisch wie seine Heldin. Ein waghalsiger Genremix aus komischer Detektivstory, spannendem Ökothriller und feministischem Märchen, der im Wettbewerb der diesjährigen BERLINALE seine Weltpremiere feierte und mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.

 

 

 

LOVING VINCENT

Großbritannien/Polen 2017
Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman
Filmlänge: 95 Minuten

 

Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht plötzlich ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand Roulin soll den Brief aushändigen, doch er kann den Bruder nicht ausfindig machen und reist in den verschlafenen Ort Auvers-sur-Oise. Hier hat der berühmte Maler die letzten Wochen seines Lebens verbracht. Auf der Suche nach dem Empfänger stößt Armand auf ein Netz aus Ungereimtheiten und Lügen. Fest entschlossen will er die Wahrheit über den Tod des Malers herausfinden.

 

„Loving Vincent“ ist der erste Film, der vollständig aus Ölgemälden erschaffen wurde und van Goghs berühmte Bilderwelten auf der Kinoleinwand lebendig werden lässt. Ein nie dagewesenes Gesamtkunstwerk, das den Zuschauer visuell und inhaltlich tief in die Welt des Vincent van Gogh eintauchen lässt.

 

OSCAR-nominiert 2018!

 

 

 

LICHT

Deutschland/Österreich 2017
Regie: Barbara Albert

Darsteller: Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko, Katja Kolm, Maresi Riegner
Filmlänge: 97 Minuten

 

Wien 1777. Die früh erblindete 18jährige Maria Theresia „Resi“ Paradis ist als Klavier-Wunderkind in der Wiener Gesellschaft bekannt. Nach zahllosen medizinischen Fehlbehandlungen wird sie von ihren ehrgeizigen Eltern dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer (Devid Striesow) anvertraut. Langsam beginnt Resi in dem offenen Haus der Mesmers, zwischen Rokoko und Aufklärung, im Kreise wundersamer Patienten und dem Stubenmädchen Agnes, das erste Mal in ihrem Leben Freiheit zu spüren. Als Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, bemerkt sie mit Schrecken, dass ihre musikalische Virtuosität verloren geht ...

Anspruchsvolles, perfekt ausgestattetes Kostümdrama, das vom Erwachsenwerden einer jungen Frau erzählt ... In der Hauptrolle von Maria Dragus bravourös gespielt.
 

 

 

MEINE SCHÖNE INNERE SONNE

Frankreich 2017

Regie: Claire Denis
Darsteller/innen: Juliette Binoche, Xavier Beauvois, Philippe Katerine, Paul Blain, Gérard Depardieu, Nicolas Duvauchelle

94 Minuten

 

 

Umgeben von Menschen und trotzdem allein. Isabelle (Juliette Binoche) lebt das Leben eines Singles in der Großstadt Paris. Sie ist eine Frau mit Vergangenheit – stark und unabhängig, als Künstlerin anerkannt, aber dafür wenig erfolgreich, wenn es um die Liebe geht. Ihre Suche nach der wahren Liebe scheitert immer wieder. Zu groß scheint die Kluft zwischen dem, was Frauen wollen und Männer bereit sind zu geben. In ihrer Ratlosigkeit erhofft sich Isabelle ausgerechnet von einem Wahrsager (Gérard Depardieu) die Antwort auf die Frage, die sie mehr als alles andere beschäftigt – gibt es die Liebe fürs Leben oder ist sie nur eine Utopie?

Mit MEINE SCHÖNE INNERE SONNE hat sich Claire Denis an ihre erste romantische Komödie gewagt, die sowohl vom französischen Kinopublikum als auch von der Kritik mit Begeisterung aufgenommen wurde. Juliette Binoche spielt kongenial eine starke und zugleich verletzliche Frau in ihren besten Jahren, die ihr Glück sucht. Unterstützt wird sie dabei von einem starken männlichen Ensemble, allen voran Gérard Depardieu in einem kurzen aber unvergesslichen Auftritt.

 

WEIT - DIE GESCHICHTE VON EINEM WEG UM DIE WELT

Deutschland 2017
Regie: Patrick Allgaier & Gwendolin Weisser
Filmlänge: 120 Minuten

 

Zu zweit zogen Patrick und Gwen im Frühling 2013 von Freiburg gen Osten los, um dreieinhalb Jahre und 97.000 Kilometer später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkundeten sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet. Im Mittelpunkt der Reise standen dabei immer die unmittelbare Nähe zu den Menschen und der Natur. Gwen und Patrick bereisten per Anhalter Länder wie Tadschikistan, Georgien, Iran, Pakistan, China und die Mongolei. Von Japan ging es mit einem Frachtschiff nach Mexiko. Nach der Geburt von Sohn Bruno fuhren sie mit einem alten VW-Bus durch Mittelamerika.

Als sie im Frühjahr 2016 nach einer Schiffspassage von Costa Rica nach Spanien wieder europäischen Boden unter den Füßen spürten, haben sie die Weltumrundung mit einem 1200 Kilometer Fußmarsch bis vor die Haustüre in Freiburg vollendet.

„Während wieder Zäune gezogen und sogar über Mauern diskutiert wird, machen Gwen Weisser und Patrick Allgaier vor, wie spielerisch leicht sich kulturelle Grenzen überwinden lassen, wenn man bereit dazu ist. Der richtige Film zur richtigen Zeit. Eine Hommage an die Menschheit.“
Florian Kech, Badische Zeitung

„Die Geschichte ihrer Reise ist wohltuend, sie macht gute Laune. Vor allem aber macht sie Hoffnung. Es ist in dieser Zeit genau die richtige Antwort auf Misstrauen, Angst und Fremdenhass.“

 

zum Trailer auf das Bild klicken!

AGNES

Deutschland 2016

Regie: Johannes Schmid

Darsteller: Odine Johne, Stephan Kampwirth, Sonja Baum, Walter Hess, Berit Karla Menze, Oliver Bürgin, Maximilian Scheidt

105 Minuten

 

Der Sachbuchautor Walter verliebt sich in die Physikstudentin Agnes, die nicht nur in ihrem Studium den großen Fragen des Lebens nachspürt. Ihre radikale Haltung zum Leben fordert ihn, der sich in seinem unverbindlichen, gemäßigten Leben eingerichtet hat, heraus. Eines Tages macht Agnes einen frappierenden Vorschlag: Walter soll eine Geschichte über ihre gemeinsame Liebe schreiben. Anfänglich ist das ein harmloses Spiel, doch bald schon übernimmt die gemeinsame Geschichte das Kommando und die Frage ist, wer ihr Autor ist.

Dieser Film läuft bei uns am 2. 2. 2018 um 18:15, im Anschluss gibt es ein Filmgespräch mit der Hauptdarstellerin Odine Johne

MONSIEUR PIERRE GEHT ONLINE

Deutschland, Frankreich, Belgien 2017
Regie: Stéphane Robelin

Darsteller: Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette, Stéphanie Crayencour, Stéphane Bissot
Filmlänge: 99 Minuten

 

Pierre ist Witwer, Griesgram und hasst Veränderungen aller Art. Tagein, tagaus schwelgt er in Erinnerungen an die gute alte Zeit und züchtet seltene Schimmelkulturen im Kühlschrank. Um den alten Herrn zurück ins Leben zu schubsen, verkuppelt seine Tochter Sylvie ihn mit Alex, einem erfolglosen Schriftsteller und Freund ihrer Tochter. Alex soll Pierre mit der fabelhaften Welt des Internets vertraut machen. Das ungewohnte Lernduo tut sich mächtig schwer, bis Pierre ausgerechnet über ein Datingportal stolpert. Dank der beruhigenden Anonymität des Internets entdeckt sich Pierre als Verführer und verabredet sich mit der jungen Flora ...

Französisches Kino vom Feinsten gelingt dem Regisseur des Kinohits „Und wenn wir alle zusammenziehen?“ mit seiner neuen Liebes- und Verwechslungskomödie. In der Hauptrolle flunkert sich der unverbesserliche Pierre Richard als hinreißender Charmeur und Cyrano der Datingcommunity durch halb Europa. Haarscharf geschliffene Dialoge, die große Lachlust verbreiten, und ein wunderbares Ensemble, dem der Spaß anzusehen ist, sorgen für eine herrlich neuzeitliche Komödie der Irrungen.

 

WESTERN

Deutschland 2017
Regie:  Valeska Grisebach

Mit Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov, Veneta Frangipova, Viara Borisova

119 Minuten

 

In einer abgelegenen Gegend Bulgariens sollen deutsche Bauarbeiter einen Staudamm errichten. Sie benehmen sich dabei so poltrig wie Cowboys, die Land in Besitz nehmen.

Faszinierend zu sehen, wie Valeska Grisebach die Muster des Western nutzt, um vom Clash der Kulturen zu erzählen, mit allem was dazu gehört:  Pferdeklau, geheimnisvolle Frau mit Vergangenheit, Saloon, ungehobelte Raubeine -  erfüllt aber von einem aufrichtigen, fast dokumentarischen Realismus.

Der schönste Männerfilm des Jahres!!

 

THE BIG SICK

USA 2017

Regie: Michael Showalter
Darsteller/innen: Kumail Nanjiani, Zoe Kazan, Holly Hunter, Ray Romano, Anupam Kher, Zenobia Shroff, Adeel Akhtar

120 Minuten

 

Kumail verdient sein Geld damit, andere zum Lachen zu bringen. Und in der Tat hat er viel Stoff zum Witze reißen: Über seine Familie, die in Amerika lebt, als wäre sie noch in Pakistan, oder über die vielen potenziellen Ehefrauen, die ihm seine Mutter präsentiert. Nach einem seiner Auftritte lernt er die quirlige Frohnatur Emily kennen, die den gleichen Humor hat wie er. Obwohl beide anfangs auf ihrem Single-Dasein beharren, verfallen sie einander schließlich hoffnungslos. Doch Emily erfüllt nicht das wichtigste Kriterium, das Kumails Familie an seine Zukünftige stellt: Sie ist keine Pakistanerin. So steht Kumail bald vor der Frage, ob er auf seine Familie oder auf sein Herz hören soll.

Mit viel Herz und noch mehr Humor erzählt THE BIG SICK über Liebe und Verzeihen, Familienzwist und das Überwinden kultureller Grenzen. Der Sundance-Publikumsliebling basiert auf der wahren Geschichte der Drehbuchautoren Emily V. Gordon und Kumail Nanjiani und ist eine dieser berührenden Geschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann.

„Ungewöhnlich. Lebensecht, fehlbar, witzig und prima gespielt.“
ARD Morgenmagazin.

PARIS KANN WARTEN

USA/FRANKREICH 2017
Regie:  Eleanor Coppola

Darsteller: Diane Lane, Alec Baldwin

92 Minuten

Eigentlich wollten sich der vielbeschäftigte Hollywood-Produzent Michael Lockwood (Alec Baldwin) und seine Frau Anne (Diane Lane) ein paar gemeinsame freie Tage im Süden Frankreichs gönnen. Doch dann muss Michael dringend geschäftlich von Cannes nach Budapest reisen. Anne kann ihn nicht begleiten und findet sich unverhofft im Cabrio von Michaels französischem Geschäftspartner Jacques (Arnaud Viard) wieder. Bald schon muss sie sich eingestehen, dass sie es genießt, wenn Jacques sie an die denkbar schönsten Orte der Welt führt und versucht, sie mittels feinster kulinarischer Köstlichkeiten zu verführen. Aus dem kurzen Trip werden schließlich zwei ganze Tage, in denen sich die beiden immer näher kommen...

Mit PARIS KANN WARTEN liefert Eleanor Coppola, Ehefrau von Regielegende Francis Ford Coppola und Mutter von Indie-Ikone Sofia Coppola, ihr luftig-leichtes Spielfilmdebüt ab. Das verlockend schöne und wunderbar unterhaltsame Roadmovie erzählt von einer magischen Zufallsbegegnung und zelebriert auf unnachahmliche Weise das Savoir-vivre. Jede Menge Leckerbissen, die nicht nur den Gaumen, sondern auch Herz und Sinne betören, inklusive!

KEDI - VON KATZEN UND MENSCHEN

Türkei, USA 2016
Regie: Ceyda Torun
Filmlänge: 79 Minuten

 

Tausende von Katzen streifen täglich durch die Straßen von Istanbul. Sie gehören niemandem und sind doch ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Frei, unabhängig und stolz leben sie seit vielen Jahren inmitten der Menschen, schenken ihnen Ruhe und Freude, aber lassen sich nie besitzen. Ceyda Toruns faszinierender Dokumentarfilm begleitet sieben von ihnen durch den Alltag, jede einzelne von ihnen ist einzigartig und von außergewöhnlichem Temperament. Die Kamera folgt ihnen durch lebhafte Märkte, sonnige Gassen, Häfen und über die Dächer der Stadt – und fängt ihre besondere Beziehung zu den Menschen ein, deren Leben sie nachhaltig beeinflussen.

Kino aus Katzenperspektive: In wunderschönen, berührenden Bildern erhält der Zuschauer Einblicke in das Leben dieser gleichsam anmutigen wie rätselhaften Tiere und ihr außergewöhnliches Verhältnis zu den Menschen. In den USA gelang dem Dokumentarfilm innerhalb kürzester Zeit ein überraschender Box-Office-Erfolg.

PATERSON

 

USA 2016

Regie: Jim Jarmusch

Darsteller: Adam Driver, Golshifteh Farahani

113 Min.

 

PATERSON erzählt die Geschichte des Busfahrers Paterson, der genauso heißt wie der Ort, in dem er lebt. Der Schauspieler Adam Driver, der hier einen "Driver" spielt. Die Kleinstadt in New Jersey und ihre eigentümlichen Bewohner als Inspiration für die Gedichte, die er Tag für Tag in der Mittagspause auf der Parkbank verfasst. Die Welt seiner Frau Laura im ständigen Wandel. Fast täglich hat sie neue Träume, jeder einzelne von ihnen ein anderes, inspirierendes Projekt. Paterson liebt Laura und sie ihn. Er unterstützt ihre neugefundenen Ambitionen und sie bewundert seine Gabe für Poesie. Die leinwandpräsente englische Bulldogge Marvin, die ein kleines Geheimnis hat - niemand entdeckt es ... wurde in Cannes zum BESTEN FILMHUND gekürt.

Kultregisseur Jim Jarmusch widmet sich mit viel Liebe zum Detail und gewohnt lakonischem Humor seinen skurrilen Figuren, allen voran dem von Shootingstar Adam Driver verkörperten Feingeist Paterson.

Ein buchstäbliches Gedicht von einem Film! Bei uns ab 16. 2. 2017

TONI ERDMANN

 

Deutschland / Österreich 2016

Regie: Maren Ade

Darsteller: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibl, Trystan Pütter, Hadewych Minis, Lucy Russell, Ingrid Bisu

163 Minuten

 

 

Peter Simonischek ist TONI ERDMANN und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: Er, der gefühlvolle, sozialromantische Alt-68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing-Projekt in Rumänien versucht aufzusteigen, und sich in einer Männerdomäne zu behaupten.

Winfried überrascht Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines‘ Berufsleben mit der Behauptung ein, der Coach ihres Chefs zu sein, und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein ... 

Ein Film zum Niederknien: umjubelt in Cannes, ausgezeichnet mit 5 Europäischen Filmpreisen, heißer Oscar-Kandidat!

 

DIE TÄNZERIN

 

Frankreich, Tschechien, Belgien 2016

Regie: Stephanie di Giusto

Darsteller: Soko, Lily-Rose Depp, Gaspard Ulliel, Mélanie Thierry, François Damiens, Louis-Do de Lencquesaing, Amanda Plummer, Denis Ménochet.

112 Min.

 

Sie war die berühmteste Tänzerin ihrer Zeit, verehrt wie ein Popstar und hofiert wie eine Königin: die revolutionäre Tanz-Pionierin Loïe Fuller, die das Paris der Belle Époque im Sturm eroberte.

 

Niemand hätte ahnen können, dass die Tochter eines amerikanischen Rodeo-Reiters zum Star der Pariser Oper werden würde. Unter Metern von Seide, erfand Loïe Fuller ihren Körper auf der Bühne jeden Abend neu und verzauberte das Publikum mit ihrem revolutionären Tanzstil. Als die junge, grazile Tänzerin Isadora Duncan in Ihr Leben tritt, ist sie anfangs beflügelt und verzaubert, mit der Zeit wird sie von ihr jedoch fast um den Verstand gebracht …  Ein grandioser Wirbel aus Bewegung, Farbe und Licht, unbedingt sehenswert!

 

HIERONYMUS BOSCH - SCHÖPFER DER TEUFEL

Niederlande 2015

Regie: Pieter van Huystee

Dokumentation

89 Minuten

Dieser Film läuft am Freitag,

10. Februar um 18:15 Uhr

 

 

Der Dokumentarfilm Hieronymus Bosch – Schöpfer der Teufel begleitet ein Team von Kunsthistorikern, die versuchen, das Geheimnis von Hieronymus Boschs 25 noch erhaltenen Gemälden zu lüften. Fünf Jahre bereiste ein Forschungsteam die Welt, besuchte dabei Museen wie den LOUVRE, den PRADO und die NATIONAL GALLERY OF ART in Washington, um Boschs Gemälde einer fundierten und tiefgreifenden Analyse zu unterziehen. Der Film verschafft einen hochinteressanten Einblick hinter die Kulissen der Bosch-Forschung und modernen Bildanalyse. Ein spannender, aufschlussreicher Film für ein interessiertes Publikum!

DIE ÜBERGLÜCKLICHEN

 

Italien/Frankreich 2016

Regie: Paolo Virzì

Darsteller: Valeria Bruni Tedeschi, Micaela Ramazzotti, Valentina Carnelutti, Tommaso Ragno, Bob Messini, Sergio Albelli, Anna Galiena

118 Minuten

 

 

Maria Beatrice Morandini Valdirana ist Gräfin und Quasselstrippe, die sich in der Welt der Schönen und Reichen bestens auskennt. Seitdem sie sich in einen Berufsverbrecher verliebt und der italienischen Justiz zahlreiche Gründe gegeben hat, sie unter Arrest zu stellen, ist von ihrer gesellschaftlichen Bedeutung nicht mehr viel übrig. Beatrice muss sich in der rustikalen Villa Biondi psychologischer Behandlung unterziehen. Als die junge Donatella, die außerhalb ihres eigenen Universums kaum anzutreffen ist, dort ebenfalls Patientin wird, nimmt Beatrice die gebrochene Frau unter ihre Fittiche. Beim Arbeitseinsatz in einer lokalen Gärtnerei ergibt sich eine seltene Gelegenheit, den goldenen Käfig zumindest kurzfristig zu verlassen: Beatrice und Donatella büchsen aus. Dicht gefolgt von einem Dutzend Psychologen jagen sie durch die Toskana und freunden sich bald an. Zwischen bipolaren Glücksschüben, manischer Zielstrebigkeit und zwanghafter Furchtlosigkeit verstehen sie einander besser als sonst jemand es könnte. Nichts weniger als das Glück wollen sie suchen bei ihrem Ausflug in dieses Freiluft-Irrenhaus, das man viel zu oft mit der Realität verwechselt.

Paolo Virzìs („Die süße Gier“) neuer Film versprüht in jeder Sekunde so viel Lebensfreude, dass man dringend verrückt werden möchte. DIE ÜBERGLÜCKLICHEN bringt zwei bezwingend starke Frauen auf die Leinwand, genial verkörpert von Valeria Bruni Tedeschi und Micaela Ramazzotti, die uns mit ihrer Wucht und Zerbrechlichkeit viel Kraft geben. Ein großartig gewitztes Zeitbild italienischer Gegenwart und das Portrait einer furiosen Frauenfreundschaft, die uns vor dem Irrsinn rettet.

FRÜHSTÜCK BEI MONSIEUR HENRI

Frankreich 2015

Regie: Ivan Calbérac

Darsteller: Claude Brasseur, Guillaume de Tonquedec, Noémie Schmidt, Frédérique Bel, Thomas Solivéres, Valérie Kéruzoré

98 Minuten

 

 

Monsieur Henri ist ein mürrischer alter Herr und stolz darauf. Er lebt allein mit einer Schildkröte in einer viel zu großen Pariser Altbauwohnung und ärgert sich – über die Ehefrau seines Sohnes, die jungen Leute von heute oder was sonst so anfällt. Doch weil Henris Gesundheit letzthin etwas nachgelassen hat, beschließt sein Sohn Paul, dass es Zeit wird für eine Mitbewohnerin. Mit der chronisch abgebrannten Studentin Constance kommt ihm eine junge Dame ins Haus, die all das hat, was Henri auf den Tod nicht leiden kann, die seine Pantoffeln klaut und unerlaubt das Klavier benutzt. Weil sich Constance die Miete eigentlich nicht leisten kann, bietet Henri ihr ein skurriles Geschäft an: wenn sie es schafft, seinem Sohn Paul so lange schöne Augen zu machen, bis der seine Ehefrau verlässt, ist die Miete umsonst. Mehr übel als wohl willigt Constance ein. So stolpert der ahnungslose Paul in seinen zweiten Frühling und Constance in eine schrecklich nette Familie, die dank Monsieur Henri heillos im Chaos versinkt.

FRÜHSTÜCK BEI MONSIEUR HENRI ist eine wunderbare Wohnkomödie aus Frankreich. Mit großer Heiterkeit inszeniert Regisseur Ivan Calbérac die hochkomischen Verwicklungen einer hinreißenden Wohngemeinschaft, die einen grimmigen Herren das Fürchten und das Lieben lehrt.

DEMOCRACY - IM RAUSCH DER DATEN

Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande 2015
Regie: David Bernet

100 Minuten

 

Mit DEMOCRACY – IM RAUSCH DER DATEN eröffnet uns Regisseur David Bernet einen erstaunlichen Einblick in den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene. Eine fesselnde und hochbrisante Geschichte über eine Handvoll Politiker, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Jan Philipp Albrecht und Viviane Reding versuchen das vermeintlich Unmögliche und stellen sich einem harten, fast undurchdringlichen politischen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern so nahe beieinanderliegen. Zweieinhalb Jahre hat David Bernet den Gesetzgebungsprozess begleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfilm verdichtet, der die komplexe Mächte-Architektur sowie den Zustand der heutigen Demokratie mit Spannung und Sinnlichkeit erlebbar macht.

Dieser Film läuft am 16. 12. um 20:30 Uhr!

InnSaei - Die Kraft der Intuition

Island/ Großbritannien 2015 - Dokumentation
Regie & Buch: Hrund Gunnsteinsdottir & Kristin Ólafsdóttir

78 Minuten

 

Eine Geschichte über Selbst-Hinterfragung, Wissenschaft, Natur und Kreativität. InnSaei nimmt uns mit auf eine Reise, auf der die Kunst enthüllt wird, wie man in der heutigen Welt, voller Stress und Ablenkungen, nicht den Kontakt zu sich selbst verliert. INNSAEI - Die Kraft der Intuition Der Film vermittelt einen tiefen Einblick, wie wir unser Denken über und unser Gefühl für die Welt neu strukturieren müssen. Zwei Kulturschaffende begeben sich auf eine Reise, die sie um die ganze Welt führt, und erleichtern so selbst den größten Skeptikern den Zugang zu der versteckten Welt von InnSaei. Die Welt verändert sich schneller als je zuvor. Darum sind neue Denkansätze gefragt ...

WELCOME TO NORWAY

 

Norwegen 2015

Regie: Rune Denstad Langlo

Darsteller: Anders Baasmo Christiansen, Olivier Mukuta, Slimane Dazi, Henriette Steenstrup, Renate Reinsve, Nini Bakke Kristiansen, Elisar Sayegh

91 Minuten

 

 

Primus ist ein Mann mit großen Visionen und noch größeren Niederlagen. Am größten aber ist bei ihm die Abneigung gegen alles Fremde. Die vielen Flüchtlinge, von denen allseits die Rede ist, kommen ihm trotzdem gerade recht. Sein Pleite gegangenes Hotel im Norden Norwegens soll dank ihnen doch noch zur Goldgrube werden, denn sie können hier kostengünstig zwischengelagert werden. Und dafür winken saubere Subventionen aus der Staatskasse. Seine Frau Hanni und Tochter Oda trauen ihren Augen nicht, als ganze Busladungen in das Hotel einmarschieren, in dem Zimmer, Türen, Heizung und Strom fehlen. Nicht vorbereitet ist Primus auf die diplomatischen Verwicklungen, die nun auf ihn lauern: Christen weigern sich mit Arabern, Sunniten mit Schiiten das Zimmer zu teilen ... Heilloses Chaos scheint vorprogrammiert!

Die skandinavische Komödie nimmt Vorurteile geschickt aufs Korn und lässt uns in Norwegens Bergen die brisante Gegenwart mit anderen Augen sehen. Mit viel Witz und Warmherzigkeit gelingt Regisseur Rune Denstad Langlo (NORD) ein Stück schwarz-humoriges Kino, eine wilde und bereichernde Schlittenfahrt auf dem glatten Eis globaler Verwicklungen.

HINTER DEN WOLKEN

Belgien 2016

Regie: Cecilia Verheyden

Darsteller: Chris Lomme, Jo De Meyere, Katelijne Verbeke, Charlotte De Bruyne, Lucas Van den Eynde

108 Minuten

 

 

Nach mehr als 50 Jahren treffen sich Emma und Gerard wieder. Für beide war es damals die erste große Liebe. Und obwohl sie inzwischen fast ein ganzes Leben trennt, spüren sie noch immer diese Anziehung, die Vertrautheit und auch die Leidenschaft. Für Emmas Familie kommt das unvermittelt und viel zu früh. Schließlich ist ihr Mann Frederik gerade erst gestorben. Aber die Liebe lässt sich nicht planen, und was haben die beiden schon zu verlieren, außer Zeit?

Hinter den Wolken ist eine humorvolle Hommage an die Liebe in jedem Alter. Frischer Wortwitz und zwei herausragende Hauptakteure sorgen  mit offensichtlicher Lebens- und Spielfreude für jede Menge positiver komödiantischer Energie.

Warmherzig und voller Lebenslust  begeisterte der Film in Belgien bereits ein riesiges Publikum!

 

DAS VERSPRECHEN - ERSTE LIEBE LEBENSLÄNGLICH

Deutschland/USA 2016

Regie: Karin Steinberger, Marcus Vetter

Mitwirkende: Jens Söring, Gail Ball, Tom Elliott, Daniel Brühl, Imogen Poots, Gail Marshall, Ricky Gardner

130 Minuten

 

 

Der brutale Doppelmord an Nancy und Derek Haysom 1985 war eine Mediensensation. Die Haysoms waren angesehene Mitglieder der virginianischen Gesellschaft. Der Schuldspruch gegen ihre Tochter Elizabeth und ihren deutschen Freund Jens Söring machte viele sprachlos. Die zwei hatten sich im August 1984 bei einem Orientierungsabend für die Hochbegabtenstipendiaten an der University of Virginia getroffen, er war sofort hingerissen von ihr. Sie war schön, unwiderstehlich, verwegen, das Produkt englischer Boarding Schools, er war jung, naiv, Sohn eines deutschen Diplomaten. Als die Ermittler in ihren Untersuchungen Elizabeth Haysom und Jens Söring immer näher kamen, flohen sie aus Amerika. Die Flucht war ein Abenteuer: Europa, Asien. Am 30. April 1986 wurden sie in England wegen Scheckbetrugs gefasst. Elizabeth Haysom gestand bei ihrem ersten Prozess in den USA die Anstiftung zum Mord an ihren Eltern und wurde zu 90 Jahren verurteilt. Jens Söring kämpfte jahrelang gegen die Auslieferung in die USA, auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Erst als die Amerikaner auf die Beantragung der Todesstrafe verzichteten, wurde er in die USA ausgeliefert. Am 4. September 1990 wurde Jens Söring wegen Mordes zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Seitdem sitzen beide in US-Gefängnissen, nicht weit voneinander entfernt. "Das Versprechen" ist ein Film über eine große Liebe und einen großen Verrat und über das amerikanische Rechtssystem, das sich selbst nicht mehr zu hinterfragen scheint.

KOMMEN RÜHRGERÄTE IN DEN HIMMEL?

Deutschland 2015

Regie: Reinhard Günzler

Darsteller:  Laura Palacios, Bernd Kellner, Adelheid Angrik, Werner Triebel, Irmgard Weinberger, Rainer Chejlawa

94 Minuten

 

RG 28 - jeder kennt ihn, jeder liebt ihn, den kultigen DDR-Küchenmixer! Er bildet den Aufhänger für die Reise einer Thüringer Studentin zu den Menschen, die in einem DDR-Elektrogerätewerk damals die zuverlässigsten technischen Geräte des Landes produzierten. Die charmante Doku hinterfragt unser verschwenderisches Konsumverhalten, bietet unterschiedliche Sichtweisen und Erklärungsversuche.

 

 

zum Trailer auf das Bild klicken!

 

JONATHAN

Deutschland  2016

Regie: Piotr J. Lewandowski

99 Minuten

Darsteller:  Jannis Niewöhner, André M. Hennicke, Julia Koschitz Thomas Sarbacher, Barbara Auer, Max Mauff, Leon Seidel

 

Jonathan pflegt seit Jahren seinen schwerkranken Vater Burghardt und bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Tante Martha den Bauernhof der Familie. Die Pflege des Vaters, die Organisation des Hofes und die schwere Arbeit auf dem Feld bestimmen seinen Alltag. Das Verhältnis zwischen Martha und Burghardt ist angespannt, jahrelang haben sie kein Wort miteinander gewechselt. 

Dass Burghardt keine Nähe zulassen kann und Jonathans Fragen zum frühen Tod seiner Mutter stets unbeantwortet lässt, macht die Situation nicht einfacher. Jonathan spürt, dass etwas zwischen ihnen steht, kann die Mauer zu seinem Vater aber nicht durchdringen.

JONATHAN erzählt in kraftvollen Bildern die dramatische Geschichte einer Familie, deren streng gehütetes Geheimnis nach und nach an eine Oberfläche aus Schweigen und Vergessen drängt.

24 WOCHEN    

Deutschland 2016

Regie: Anne Zohra Berrached

Darsteller: Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske, Johanna Gastdorf, Maria Dragus, Mila Bruk, Sabine Wolf, Karina Plachetka

103 Minuten

 

 

Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin, ihr Mann und Manager Markus unterstützt sie besonnen und liebevoll. Doch als die beiden ihr zweites Kind erwarten, wird ihr Leben aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass das Baby schwer krank ist. Die Diagnose trifft sie wie das blinde Schicksal, das sie auf sich nehmen müssen. Gemeinsam wollen sie lernen, damit umzugehen. Doch während Heilungspläne, Ratschläge und Prognosen auf sie niederprasseln, stößt ihre Beziehung an ihre Grenzen. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt alles in Frage: die Beziehung, den Wunsch nach einem Kind, ein Leben nach Plan. Je mehr Zeit vergeht, desto klarer erkennen sie, dass nichts und niemand ihnen die Entscheidung abnehmen kann, die eine Entscheidung über Tod und Leben ist.

24 WOCHEN ist deutsches Kino, wie es sein sollte: voller Leben, geradeheraus und mit liebevoller Ehrlichkeit erzählt. Regisseurin Anne Zohra Berrached findet Bilder für eine sprichwörtliche Entscheidungs-Not, der mit den Mitteln der Sprache nicht beizukommen ist. Die grandiosen Hauptdarsteller Julia Jentsch und Bjarne Mädel ziehen uns in Bann, erschüttern uns, lassen uns nicht mehr los. Es gelingt ein ungemein kraftvoller Film aus dem Innenleben einer großen Liebe und einer vielleicht noch größeren Verzweiflung.

zum Trailer auf das Bild klicken!

EIN MANN NAMENS OVE

SCHWEDEN 2016

Regie: Hannes Holm

Darsteller: Rolf Lassgård, Bahar Pars, Ida Engvoll, Zozan Akgün, Filip Berg, Bahar Pars, Tobias Almborg, Viktor Baagøe

100 Minuten

 

 

So einen kennt jeder! Diese Sorte des schlecht gelaunten, grantigen, in die Jahre gekommenen Nachbarn, der jeden Morgen seine Kontrollrunde in der Reihenhaussiedlung macht, Falschparker aufschreibt, Fahrräder an ihren Platz räumt und Mülltonnen auf ihre korrekte Mülltrennung überprüft. Genau so einer ist Ove. Dabei will er eigentlich Schluss mit allem machen. Nachdem er vor einigen Wochen seine geliebte Frau verloren hat, versucht er nun immer wieder, sich auf diverse Arten das Leben zu nehmen. Erfolglos - irgendetwas kommt einfach jedes Mal dazwischen. Auch beim neuesten Versuch wird Ove gestört. Und zwar als die neuen Nachbarn mittendrin seinen Briefkasten über den Haufen fahren. Von diesem Augenblick an steht Oves Leben auf dem Kopf, denn hinter der grimmigen Fassade verbirgt sich eigentlich ein großes Herz. Und manchmal braucht es eben nur eine streunende Katze, das richtige Werkzeug und eine unerwartete Freundschaft, um alte Wunden zu heilen ...

 

Eine hinreißende Komödie, bei der man aus vollem Herzen lachen aber auch weinen kann. Die Geschichte einer großen Liebe und einer unerwarteten Freundschaft, die überaus gelungene Verfilmung eines Weltbestsellers!

 

zum Trailer auf das Bild klicken!

 

TOMORROW

FRANKREICH 2015

Regie: Cyril Dion & Mélanie Laurent

118 Minuten

OmU

 

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten?

Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“, „Beginners“) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

TOMORROW trifft den Nerv der Zeit.

Mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film in den vergangenen Monaten in Frankreich zum Publikumsliebling und inspirierte bisher mehr als 1.000.000 Zuschauer. Für ihren mitreißenden Dokumentarfilm reisten Mélanie Laurent und Cyril Dion in zehn Länder. Wie bei einem Puzzle wurde bald klar, dass erst die Summe der Lösungsansätze das Bild einer anderen Zukunft zeichnet.

TOMORROW beweist, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden.

zum Trailer auf das Bild klicken!

 

Das brandneue Testament

Belgien/Frankreich/Luxemburg 2015

Regie: Jaco Van Dormael

Darsteller: Pili Groyne, Benoît Poelvoorde, Yolande Moreau, Catherine Deneuve, François Damiens, Laura Verlinden

113 Minuten

 

 

Gott existiert. Er lebt in Brüssel.

Doch das ist leider nur die eine Seite der Medaille. Denn der Allmächtige (Benoît Poelvoorde) ist kein weiser Weltenlenker, sondern ein Familienvater, der frustriert im Bademantel durch die Wohnung schlurft und Frau (Yolande Moreau) und Tochter Éa (Pili Groyne) tyrannisiert. Ansonsten hockt Gott vor seinem Computer und tüftelt mit diebischer Freude jene dummen, sadistischen Gebote aus, die zu den Fragen führen, die die Menschheit bewegen: Warum fällt der Toast immer auf die Marmeladenseite, und weshalb erwischt man im Supermarkt grundsätzlich die langsamste Schlange an der Kasse? Als wäre das nicht schon schlimm genug, lässt er immer wieder Dampf ab, indem er Naturkatastrophen oder Kriege arrangiert.

Arthouse Kino vom feinsten: einfallsreich und unterhaltsam, mit tollen Darstellern und – einer ordentlichen Portion Tiefgang. Ein echter Kino-Leckerbissen: mit leichter Hand sehr unterhaltsam inszeniert und voller Gags. Ein himmlisches Vergnügen!
 

zum Trailer auf das Bild klicken!

GAYBY BABY

Australien 2016

Regie: Maya Newell

85 Minuten

OmU

 

Die Zahl der Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen, steigt. Es herrscht ein regelrechter „Gayby Baby Boom“. Wer aber sind diese Kinder? Was denken sie darüber, gleichgeschlechtliche Eltern zu haben? Schlagen Sie sich mit anderen Problemen herum als andere Kinder? In einer Zeit, in der die Welt über die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften diskutiert, sind diese Fragen wichtiger denn je. Aus der Perspektive der Kinder erzählt, ist Gayby Baby eine intime und humorvolle Erzählung über vier Kinder und ihre Regenbogenfamilien.
zum Trailer auf das Bild klicken!

VALLEY OF LOVE - TAL DER LIEBE

Frankreich 2015

Regie: Guillaume Nicloux

Darsteller: Isabelle Huppert, Gérard Depardieu, Dan Warner, Aurelia Thierrée

91 Minuten

 

Nach dem Selbstmord ihres Sohnes Michael erhalten dessen Eltern Isabelle (Isabelle Huppert) und Gérard (Gérard Depardieu) einen Brief des Verstorbenen, in dem steht, dass sie sich im Death Valley einfinden sollen, an einem ganz bestimmten Tag. Eine Woche sollen sie in der brütenden Hitze durchhalten und dabei an einer Reihe von Plätzen auf Spurensuche gehen. Isabelle und Gérard, lange geschieden, folgen den Anweisungen ihres zum Zeitpunkt seines Todes erst 31 Jahre alten Sohnes. Das Verhältnis der beiden ist nicht einfach, zumal keiner von ihnen den ein halbes Jahr zurückliegenden Tod Michaels verarbeitet hat. Schnell sind gegenseitige Schuldzuweisungen ausgesprochen, schnell streitet man wieder wie früher. Doch dann versuchen die Ex-Partner, sich einander anzunähern – und das letzte Geheimnis des Sohnes zu lüften…

zum Trailer auf das Bild klicken!

ROCKABILLY REQUIEM

Deutschland 2016

Regie: Johannes Schmid

Darsteller: Sebastian Tiede, Ruby O’Fee, Ben Münchow, Hendrik Duryn, Alexander Hauff, Margarita Broich, Babara Romaner, Martin Feifel, Jutta Wachowiak

92 Minuten

 

DEUTSCHLAND 1982: Hubertus und Sebastian wollen niemals so werden wie ihre Väter. Die Musik und ihre gemeinsame Liebe zu Punkprinzessin Debbie sind die einzigen Möglichkeiten, dem Mief von Bohnerwachs und Spießigkeit zu entkommen. Als eine coole Rockabilly-Band nach einer Vorband für ihre Tournee sucht, ist klar: Das ist die Chance, allen Zwängen zu entfliehen! Doch Hubertus’ Vater versucht alles, um die musikalischen Gehversuche seines Sohnes zu verhindern. Als sie zum Vorspielen eingeladen werden, eskaliert die Situation.

 

Regisseur Till Müller-Edenborn ist mit seinem Spielfilmdebüt ROCKABILLY REQUIEM ein mitreißender Film über Liebe, Tod und Selbstbehauptung gelungen, der die 80er Jahre wieder aufleben  lässt – inklusive Punk und Rockabilly-Musik. Vor der Kamera agiert ein erstklassiges Ensemble bestehend aus jungen Nachwuchstalenten wie der Jupiter Award-Gewinnerin Ruby O. Fee (ALS WIR TRÄUMTEN, BIBI & TINA), Ben Münchow  (BOY 7) und Sebastian Tiede sowie bekannten Namen wie Margarita Broich (HEDI SCHNEIDER STECKT FEST, QUELLEN DES LEBENS),  Martin Feifel (AGNES UND SEINE BRÜDER, ROSENSTRASSE), Alexander Hauff (WHO AM I) und Hendrik Duryn (WIR WAREN KÖNIGE).

zum Trailer auf das Bild klicken!

Im Himmel trägt man hohe Schuhe

Großbritannien 2015

Regie: Catherine Hardwicke

112  Minuten

 

Zwischen Jess (Drew Barrymore) und Milly (Toni Collette) passt kein Blatt Papier, so nahe stehen sich die beiden Freundinnen seit Kindesbeinen. Es gibt kaum ein Foto, auf dem sie nicht zusammen zu sehen sind. Die beiden haben Klamotten, Männer und Geheimnisse geteilt und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Milly spaziert auf ihren spektakulären High Heels erfolgreich durchs Leben und hat eigentlich alles erreicht, wovon man träumt: eine steile Karriere, einen wunderbaren Mann und großartige Kinder. Jess ist eher der bodenständigere Typ. Ihr sehnlichster Wunsch ist ein gemeinsames Baby mit ihrem Freund, doch das will irgendwie nicht klappen. Als Milly erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist, braucht sie vor allem eines: Jess. Überwältigt von den Zumutungen, die die Therapie mit sich bringt, stehen die Freundinnen vor einer gewaltigen Herausforderung.
»Im Himmel trägt man hohe Schuhe« sprüht vor lebenslustigem Dialogwitz und angstfreier Ehrlichkeit. Getragen von den großartigen Darstellerinnen Drew Barrymore und Toni Collette gelingt der seit ihrer »Twilight«-Verfilmung mit Kultstatus gefeierten Regisseurin Catherine Hardwicke eine ungeheuer komische wie tief berührende Freundschaftsgeschichte.

zum Trailer auf das Bild klicken!

Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne

Frankreich 2015

Regie: Xavier Giannoli

Darsteller: Catherine Frot, Christa Theret, André Marcon, Michael Fau

127 Minuten


Marguerite Dumont residiert in den goldenen Zwanzigern in ihrem prachtvollen Schloss und hält sich für eine begnadete Künstlerin und Opernsängerin. Dass die gut betuchte Dame mit einem Hang zu exzentrischen Outfits aber in einer Scheinwelt lebt und in Wahrheit nicht einen Ton trifft, sagt ihr niemand, weder ihr Mann noch ihr Gesangslehrer. Der Film von Regisseur Xavier Giannoli ("Chanson D'Amour") ist inspiriert von der unglaublichen Lebensgeschichte der US-Sopranistin Florence Foster Jenkins. "Madame Marguerite" trifft (im Gegensatz zur Hauptfigur im Film) auf herrlich subtile Weise stets den passenden Ton zwischen Tragik und Komik. Darüber hinaus machen die famose Hauptdarstellerin und die Vielzahl an grotesken Nebenfiguren den Film in höchstem Maße empfehlenswert und unterhaltsam.

Am 26. Februar 2016 wurde Catherine Frot mit dem César als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet!

zum Trailer auf das Bild klicken!

Carol

USA 2015

Regie: Todd Haynes

Darsteller: Cate Blanchett, Rooney Mara, Kyle Chandler, Sarah Paulson, John Magaro

118 Minuten

 

Im New York der 1950er-Jahre führt Carol eine unerfüllte Ehe mit ihrem wohlhabenden Mann Harge. Sie lernt die junge Therese (Rooney Mara) kennen, die in einem Kaufhaus arbeitet und von einem besseren Leben träumt. Auf einer gemeinsamen Reise entwickelt sich eine ganz besondere Bindung zwischen ihnen – und schließlich die große Liebe.

Harge will das neue Glück seiner Frau jedoch nicht akzeptieren und beginnt, entscheidende Beweise für das laufende Scheidungsverfahren zu sammeln. Carol muss schon bald um das Sorgerecht ihrer geliebten Tochter kämpfen. Ihr Mann versucht es ihr mit allen Mitteln zu nehmen.

Regisseur Todd Haynes bringt den Erfolgsroman von Patricia Highsmith, der 1952 erstmals unter dem Titel „Salz und sein Preis“ erschienen ist, jetzt auf die grosse Kinoleinwand.

Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen, beim Cannes Filmfestival, beim New York Film Critics Circle Awards, bei der Frankfurter Buchmesse als beste internationale Literaturverfilmung und war in mehreren Kategorien für den Oscar 2016 nominiert.

 

zum Trailer auf das Bild klicken!

Hello I Am David!

Deutschland 2015

Regie: Cosima Lange

90 Minuten


Mit dem Oscar-prämierten Drama „Shine – Der Weg ins Licht“ von Scott Hicks wurde der australische Pianist David Helfgott im Jahr 1996 weltweit berühmt. Das Besondere an seiner Geschichte ist, dass Helfgott nach einem psychischen Zusammenbruch ganze 11 Jahre in einer Nervenheilanstalt verbrachte. Seine schizoaffektive Störung ist Helfgott bis heute deutlich anzumerken. Der hyperaktive Australier redet wie ein Wasserfall und zeigt im persönlichen Umgang mit anderen Menschen die Distanzlosigkeit eines kleinen Kindes. Mit viel Gespür für zwischenmenschliche Töne inszeniert die Regisseurin Cosima Lange ein schnörkellos gefilmtes Porträt des Pianisten, das dem Zuschauer mehr als einmal ein Lächeln abringt. Ein toller und bewegender Film!

zum Trailer auf das Bild klicken!

NOMADEN DES HIMMELS

Kirgistan 2015

Regie: Mirlan Abdykalykov

Darsteller:Tabyldy Aktanov, Anar Nazarkulova, Taalaikan Abazova, Jibek Baktybekova

80 Minuten

Eine Nomadenfamilie lebt zurückgezogen mit ihren Pferden in der berauschenden, von Bergschluchten geprägten Landschaft Kirgistans: ein alter Hirte und seine Frau, ihre Schwiegertochter Shaiyr und ihre kleine Enkelin Umsunai. Shaiyrs Ehemann ist vor vielen Jahren in einem Fluss ertrunken. Umsunai vermisst ihren Papa und glaubt fest daran, dass er – wie es in einer der schönsten Legenden der Nomaden erzählt wird – in einen Steinkauz verwandelt wurde, der seine Kreise über den Gipfeln zieht. Shaiyr entschied sich, bei der Familie ihres Mannes zu bleiben, denn sie liebt das wunderschöne Land.

Doch dann taucht der Meteorologe Ermek auf, der seine Mess-Station direkt neben Shaiyrs Zuhause aufbaut. Die beiden verlieben sich und das alte Hirtenpaar ahnt, dass Shaiyr mit dem Gedanken spielt, ein neues Leben in der Stadt zu beginnen. Als Shaiyrs Sohn, der in der Stadt studiert, die Familie in der Bergschlucht besucht, bestürmt er die Nomaden mit Geschichten aus dem modernen Leben. Und schließlich tauchen in der Nähe die ersten Baumaschinen auf, die ein anderes Zeitalter ankündigen.

Erzählt im sanften Rhythmus des Nomadenlebens, nimmt uns Regisseur Mirlan Abdykalykov mit auf eine Zeitreise in das so leicht verwundbare Herz einer Familie. In weit ausgreifenden Bildern von großer Sinnlichkeit verwebt der Film eine Welt der gelebten Traditionen mit dem leisen Anbruch einer neuen Zeit.

zum Trailer auf das Bild klicken!

LICHTGESTALTEN

Deutschland  2015

Regie: Christian Moris Müller

Darsteller: Theresa Scholze, Max Riemelt, Sebastian Schwarz, Max Woelky

81 Minuten

Katharina (Theresa Scholze) und Steffen (Max Riemelt) sind ein aufstrebendes Berliner Paar. Sie haben gute Jobs, eine liebevolle Beziehung – eine Dachgeschosswohnung auf zwei Etagen. Doch die beiden sehnen sich danach, der wohligen Vorhersehbarkeit ihres Lebens zu entkommen. Eines Nachts entschließen sie sich zu einem radikalen Schritt: Sie werden jegliche Zeichen ihrer Existenz vernichten, um irgendwo anders neu anzufangen.Die beiden richten eine Kamera ein, um ihre Tat zu filmen, in der Hoffnung, dass auch andere ihnen folgen. Sie beginnen ihr Eigentum zu zerstören, lösen die Bankkonten auf und löschen ihre digitalen Spuren. Auch dem besten Freundespaar Robert und Paul wollen sie verschweigen, dass sie für immer verschwinden werden. Während alles in Stücke splittert, nimmt ihr Vorhaben fast unmerklich eine Wendung: Die heimliche Revolution wird zum Kampf um ihre Liebe.

zum Trailer auf das Bild klicken!

SÜDAFRIKA - DER KINOFILM

Deutschland  2015

 

zum Trailer auf das Bild klicken!

KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN

Japan  2015

Regie: Naomi Kawase

Darsteller: Kirin Kiki, Miki Mizuno, Masatoshi Nagase, Etsuko Ichihara, Kyara Uchida, Miyoko Asada
113 Minuten

Als der japanische Frühling in seiner schönsten Blüte steht, erlebt der Besitzer einer kleinen, zerschlissenen Imbissbude etwas Ungewöhnliches. Eine alte Frau, Tokue, hatte Sentaro schon viele Male angeboten, ihm in seiner kleinen Wirtschaft auszuhelfen. Denn die rote Bohnenpaste AN, die traditionell in die kleinen Doryaki-Pfannkuchen gefüllt wird, gelingt Sentaro einfach nicht wie es die alte Kunst verlangt. Als Tokue ihm von ihrer selbst gemachten Bohnenpaste eine Kostprobe gibt, willigt Sentaro schließlich ein. Bald stehen Tokue und Sentaro in den frühesten Morgenstunden beisammen und bereiten die traditionelle Paste aus roten Bohnen zu, die einer kunstvollen Zeremonie des Kochens und Würzens unterzogen werden müssen.
Der herausragende Geschmack der süßen Bohnenpaste beschert dem kleinen Laden schnell eine große Kundschaft. So geduldig Sentaro und Tokue in der Herstellung der Paste sind, so aufrichtig und gewissenhaft ist bald auch die Freundschaft, die die beiden verbindet. Doch Sentaro hatte es lange schon geahnt: Tokue hat ein Geheimnis, das ihrer beider Zukunft gefährden kann, und bald muss Tokue eine Entscheidung treffen.

In Bildern von faszinierender Schönheit erzählt die japanische Meisterregisseurin Naomi Kawase in »Kirschblüten und rote Bohnen« eine tief berührende Geschichte, die das Geheimnis des Lebens zu umarmen weiß und deshalb im Herzen bleibt – bis zum Ende.
Nach dem Roman »Kirschblüten und rote Bohnen« von Durian Sukegawa.

zum Trailer auf das Bild klicken!

AMY

USA  2015

Regie: Asif Kapadia

Darsteller: Janis Winehouse, Mitch Winehouse, Juliette Ashby, Mark Ronson

127 Minuten

Oscar für Amy!!Oscar für Amy!!Oscar für Amy!!Oscar für Amy!!

 

 

 

 
zum Trailer auf das Bild klicken

DIE GÄRTNERIN VON VERSAILLES

Großbritannien  2014

Regie: Alan Rickman

Darsteller: Kate Winslet, Matthias Schoenaerts, Stanley Tucci, Alan Rickman, Helen McCrory, Jennifer Ehle, Paula Paul, Steven Waddington, Alisha Heng, Paulina Boneva, Danny Webb, Pauline Moran, Adrian Scarborough, Phyllida Law, Cathy Belton, Andrew Crayford

114 Minuten

 

Mit DIE GÄRTNERIN VON VERSAILLES erweist sich Schauspielstar Alan Rickman als einfühlsamer und sehr unterhaltsamer Regisseur. Sein opulent ausgestatteter Film ist romantische Liebesgeschichte und bissige Komödie zugleich und erzählt von einer starken Frau, die sich in der Männerwelt des französischen Hofes durchsetzen muss. Oscar-Preisträgerin Kate Winslet und der belgische Shootingstar Matthias Schoenaerts begeistern mit feinsinnigem und nuanciertem Spiel.

Frankreich, Ende des 17. Jahrhunderts: Die unkonventionelle Landschaftsgärtnerin Sabine De Barra (Kate Winslet) erhält vom obersten Gartenarchitekten des Königs André Le Nôtre (Matthias Schoenaerts) den Auftrag, einen Barockgarten zu bauen. Sonnenkönig Ludwig XIV. (Alan Rickman) wünscht sich einen Park für sein neues Schloss in Versailles, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen soll. Keine leichte Aufgabe für die selbstbewusste Witwe, die fortan nicht nur gegen neidische männliche Kollegen und subtile Hofintrigen zu kämpfen hat, sondern sich auch immer stärker zu ihrem Auftraggeber hingezogen fühlt. Doch André ist verheiratet und sie selbst ist sich ihrer Gefühle nicht sicher. Während Andrés eifersüchtige Ehefrau die zarte Liaison mit aller Macht zu sabotieren sucht, drängt der ungeduldige König auf baldige Fertigstellung seines Gartens ...

zum Trailer auf das Bild klicken!

WINTERGAST

SCHWEIZ  2015

Regie: Matthias Günter, Andy Herzog

Darsteller: Andy Herzog, Susann Rüdlinger, Michael Kamp,
Katarina Schröter, Cihan Inan

82 Minuten

Von Schreibblockaden, tickenden biologischen Uhren, einem Rollkoffer und ziemlich vielen eigenartigen Begegnungen.

 

Auf dem Gipfel seiner «Midlife-Crisis» wird der Filmschulabsolvent Stefan Keller (39) aus finanzieller Not gezwungen einen Nebenjob anzunehmen: als anonymer «Jugendherberge-Tester» reist er durch die verschneite vor-weihnachtliche Schweiz. Der Beginn einer Irrfahrt (oder: Odyssee): Keller sucht verzweifelt nach einer brauchbaren Geschichte in den 2000 Seiten Drehbuch-Notizen seines Spielfilmdebüts, kämpft um seine gescheiterte Beziehung mit Christina und wird durch Zufallsbekanntschaften mit der Frage nach dem Sinn seines Daseins konfrontiert.

Lakonisch-komisches, schwarz-weiss gehaltenes Roadmovie, an der Grenze zwischen Spiel- und Dokumentarfilm.

zum Trailer auf das Bild klicken!

UNSERE KLEINE SCHWESTER

JAPAN  2015

Regie: Hirokazu Kore-Eda

Darsteller: Haruka Ayase, Masami Nagasawa, Kaho, Suzu Hirose, Ryô Kase, Takafumi Igeka, Kentarô Sakaguchi, Ohshirô Maeda

128 Minuten

Die Schwestern Sachi, Yoshino und Chika leben gemeinsam in einem großen Haus in Kamakura, einer Küstenstadt unweit von Tokio. Zur Beerdigung ihres Vaters, der die Familie vor 15 Jahren verlassen hat, reisen die drei jungen Frauen aufs Land. Dort treffen sie ihre Halbschwester Suzu, die nun auf sich allein gestellt ist. Obwohl sie die schüchterne 13-Jährige kaum kennen, bieten sie ihr kurzerhand an, zu ihnen nach Kamakura zu ziehen. Suzu nimmt die Einladung an, und so beginnt für die vier Schwestern ein neues Leben, in dem zwar die Vergangenheit ihren Platz hat, aber einzig die Gegenwart zählt. Zauberhafte Alltagsgeschichte, ganz unspektakulär und dennoch spannend erzählt, geht es ums Erwachsenwerden, um die Bedeutung der Familie und um Zeit: die Zeit, die man braucht oder die man sich nimmt, um zu wachsen.
Ein cineastisches Highlight dieses Winters!

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Offkino Klappe die Zweite